Elemente missionarischer Gemeinden

Mission Berlin-Brandenburg

Elemente missionarischer Gemeinden

Was ist Mission? Wie ist das Verhältnis zur Diakonie? Was ist der Unterschied zwischen „missionarisch“ und „missional“?
Fragen, die hier und da theologisch erörtert werden. Mittlerweile gibt es diverse Missiologen und Theologen, die dazu Bücher veröffentlicht haben. Gut, auch an diese Fragestellungen gründlich heranzugehen!

Die Kunst ist dann, all das „alltagstauglich“ herunterzubrechen.
Das folgende Bild ist ein Ansatz für die Überlegung, was eine missionarische Gemeinde ausmacht.

Das Element „Jüngerschaft“ beinhaltet die konzentrierte, gegenseitige Begleitung und Unterstützung im Leben als Nachfolger Christi.
Mindestens zwei oder drei Christen lernen zusammen aus der Bibel und geben sich Einblick in das eigene Leben. Eine zentrale Frage dabei ist: „Was erlebst du in der Mission?“ Der wesentliche Prozess besteht darin, im Alltag einen persönlichen Stil zu entwickeln, um den Menschen das Evangelium nahe zu bringen. Man könnte sagen, dass individuelle „Tools“ entdeckt werden, um bewusst als Nachfolger Christi in der eigenen Umgebung zu leben.

Das Element „Essen“ ist das, was es ist: Essen. Es sich gut gehen lassen. Sich entspannen können. Genießen und dabei Gespräche zu haben. Sich weiter kennenlernen und über „Gott und die Welt“ reden. Aus diesen Zeiten kann sich ein wertvolles Teamgefühl entwickeln.

Das Element „Gott hören“ steht für das Gebet. Gebet ist vielfältig: jammern, klagen, loben, singen, danken… aber im Mittelpunkt geht es um das Hören. Das Still-Werden. Das Befragen Gottes. Denn von Gott her kommt die Weisheit und Leitung und Kraft in der Mission.

Es ist schwer zu sagen, inwiefern diese Elemente eine Gemeindelandschaft verändern können. Denn es scheint eher wenig Gemeinden zu geben, die sich an diesen Elementen konsequent orientieren. Dabei ist es letztlich nicht schwer, ein paar kleine Veränderungen hineinzunehmen. Bei Gottesdienstfeiern können Zeiten des gemeinsamen Gebets und der Stille eingebaut werden. Gemeinsame Mahlzeiten können integriert werden. Und die Frage: „Was erlebst du in der Mission?“ kann auf unterschiedliche Weise in Gesprächen und Predigten eingebaut werden, so dass diese Frage im Hinterkopf immer mitschwingt.

Möglicherweise werden persönliche Anliegen nicht im großen Rahmen einer Gottesdienstfeier genannt werden. Das geschieht in kleineren Gruppen schon eher. Daher stellen die Kleingruppen („Teams“) den eigentlichen Kern von Gemeinde dar. Denn dort kann individuell begleitet und ermutigt werden. Dies dürfte eine der größten Herausforderungen für unsere Gemeinden sein: die Etablierung solcher Teams. Zu Beginn stünde nämlich das Anlegen einer neuen „Brille“: nicht die sonntägliche Gottesdienstfeier ist das Zentrum der Gemeinde, sondern das Team. Die Gottesdienstfeier steht dann für das gemeinsame Feiern, wenn alle Teams zusammenkommen.

Dies und ähnliches kann auf der Dezember18-Konferenz besprochen werden.

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